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Kurzbeschreibung der eingesetzten Verfahren der VTK
Saures Glanzzinkbad
Das Glanzzinkbad ist ein schwach saurer, ammoniumfreier Elektrolyt mit hoher Glanzbildung, guter Einebnung, sowie hervorragender Deckfähigkeit. Gussteile, die in alkalischen Bädern nicht verzinkt werden können, lassen sich im sauren Glanzzinkbad weitgehendst einwandfrei veredeln. Der Zinkelektrolyt ist für Trommel- und Gestellbäder gleich gut geeignet.
Alkalisches Zinkverfahren
Das alkalische Zinkverfahren ist geeignet zum Abscheiden hochglänzender, blasenfreier Zinkniederschläge. Die gute Haftfestigkeit ist auch bei dickeren Schichten gesichert. Der Elektrolyt besitzt eine sehr gute Glanztiefenstreuung und Metallverteilung. und kann auch bei sehr profilierter Ware eingesetzt werden.
Blauchromatierung - Chrom - VI - hältig
Wird eingesetzt zum Glänzen und Passivieren von galvanisch abgeschiedenen Zinkniederschlägen, wobei eine gleichbleibende - bis starkblaue glänzende Chromatschicht erzielt wird. Darüber hinaus werden die Zinkschichten stark aufgeglänzt.
Dickschichtpassivierung Transparent
Die Dickschichtpassivierung Transparent ist eine Chrom - VI - freie Passivierung, die entsprechend Chrom - VI - frei ist und folglich kein Chromat enthält. Sie eignet sich zur Passivierung von verzinkter Ware aus schwachsauren und alkalischen Zinkbädern. Die Passivierung erzeugt eine glänzende, vom Zinkelektrolyten abhängige, farblose bis hellgelbe, leicht rötlichblau irisierende Passivierungsschicht mit ausgezeichnetem Korrosionsschutz.
Dreiwertige Blaupassivierung (Chrom - VI - frei)
Die Blaupassivierung eignet sich zur Passivierung von verzinkter Ware aus schwachsauren und alkalischen Zinkbädern. Die Blaupassivierung ergibt einen guten Glanzeffekt sowie einen schleierfreien brillanten Blauton bei sehr guter Korrosionsbeständigkeit.
Gelbchromatierung (Chrom - VI - hältig)
Erzeugt auf galvanisch abgeschiedenen Zink eine im Grundton gelbe, - bunt irisierende Schutzschicht. Diese Passivschicht entspricht einer erhöhten Korrosionsschutzanforderung bzw. stellt die Passivierung vor dem Lackieren oder Pulverbeschichten eine bessere Haltfähigkeit dar.
Schwarzpassivierung
Die Schwarzpassivierung SG-III-AZ ist eine Chrom (III) wertige Passivierung für alkalische abgeschiedene Zinküberzüge. Die Lösung ist vollkommen frei von Chrom (VI) und erzeugt schwarze Passivierungsschichten auf alkalisch abgeschiedenen Zinküberzügen.
Schwarzpassivierung SG-III-AZ eignet sich hervorragend für die Beschichtung von Gestell- und Trommelware. Im System mit einem nachfolgend aufgebrachten Sealer werden sehr gute Korrosionsschutzwerte erreicht.
Versiegelung
Die Versiegelung wird zum Beschichten verzinkter, passivierter, chromatierter und phosphatierter Teile eingesetzt. Durch spezielle Zusätze in Kombination mit Polyacrylaten werden optimale Gleiteigenschaften erzielt. Auf diese Weise werden die von der Automobilindustrie geforderten Reibwerte erreicht. Gleichzeitig wird der Korrosionsschutz deutlich verbessert.
Hartchrom
Chrom besitzt eine Reihe von bemerkenswerten Eigenschaften, die es zu einem wichtigen Metall der Galvanotechnik macht. Außergewöhnlich große Härte (900 bis ca. 1000 HV), Verschleißfestigkeit, gute Anlauf- und Korrosionsbeständigkeit gegen atmosphärische Einwirkungen.
Hartchrom gewinnt im modernen Maschinenbau, Autoindustrie und Instandsetzung immer mehr an Bedeutung. Schichtstärken von bis zu 0,1 mm sind unter Anwendung bestimmter Kriterien möglich.
Glanzchrom
Dient zum Abscheiden auf Glanz - Nickel dekorativ glänzender Chromschichten bei ausgezeichneter Deckfähigkeit.
Glanzkupfer
Dient zur raschen Abscheidung starker und glänzender Kupferniederschläge auf Eisen, Stahl, Messing und Zinkdruckguss. Der Kupferniederschlag lässt sich anschließend passivieren, vernickeln, verzinnen, verchromen.
Glanzzinn
Erzeugt hochglänzende Zinnüberzüge, die einen weiten Anwendungsbereich finden. Es wird zur dekorativen und technischen Verzinnung z.B. für Elektro- und Elektronikteile jeder Art eingesetzt. Bei Buntmetallen sollte vor dem Verzinnen eine Zwischenschicht aus Kupfer oder Nickel erfolgen um die Diffusion des Zink in die Zinnschicht zu unterbinden.
Halbglanznickel
Dient zur Abscheidung halbglänzender Nickelüberzüge und ist in erster Linie zur Herstellung sogenannter Doppelnickelschichten auf Teilen vorgesehen, die besonders starken Korrosionsangriffen ausgesetzt sind.
Das Halbglanznickelbad besitzt folgende Vorteile:
- Hohe Haftfestigkeit
- Hohe Duktilät - Verformbarkeit
- Gute Einebnung
Glanznickel
Verfahren zur Abscheidung hochglänzender und gleichbleibend heller Nickelüberzüge. Die sich sehr gut und für die nachträgliche Glanzverchromung auszeichnet.
Manganphosphatieren
Die Manganphosphatierung ist eine chemische Tauchphosphatierung und bildet sehr feinkristalline, fast völlig schwarze Mangan-Phosphatschicht. Die fest verwachsene Phosphatschicht bietet nach einer kurzen Einlaufphase gleichbleibende Reibwerte. In Kombination mit einer Rostschutzbeölung wird ein hochwertiger Korrosionsschutz erzielt, der den Werkstücken ein dekoratives und reflexminderndes Aussehen verleiht.
SurTec 650 chromitAL TCP
Chrom VI - frei, dreiwertige Passivierung für Aluminium, exzellenter Korrosionsschutz, vergleichbar mit sechswertigen Passivierungen. Geeignet für hochlegiertes Aluminium, Guss- und Schmiedeteile, sehr gut geeignet als Haftgrund für Lacke und Klebstoffe. SurTec 650 erfüllt die Korrosionsschutzanforderungen gemäß MIL 5541 und MIL-DTL-81706 (336h Salzsprühtest nach DIN 50021 SS), niedriger Oberflächenwiderstand, <0,8mOhm/cm².
NIROLOOK
1. Allgemeine Eigenschaften
"Nirolook" ist eine Dickschichtpassivierung, welche auf der galvanisch abgeschiedenen Zinkschicht aufbaut. Der "Nirolook" wird hergestellt aus chrom(VI)-freien Stoffen in chrom(VI)-freien Beschichtungsprozessen und erfüllt somit die am 21.10.2000 in Kraft getretene EU-Altauto-Richtlinie.
Korrosionsschutz nach DIN 50021 SS
"Nirolook" ist eine Dickschichtpassivierung und verzögert die Bildung von Weißrost (Korrosion der Zinkschicht). In Bezug auf Korrosionsschutz ersetzt "Nirolook" die weithin bekannte Gelbchromatierung, das bedeutet, bei gleichen Bauteilen werden gleich gute Korrosionswerte gemessen. Werden zusätzlich auf die Dickschichtpassivierung Nachtauchlösungen oder TopCoats aufgebracht, kann die Weißrostbildung noch weiter verbessert werden (jedoch stark abhängig von der Bauteilgeometrie).
Auf gar keinen Fall dürfen alkalische, saure oder abrasive Reinigungsmittel verwendet werden, auch keine mechanischen Scheuerhilfen. Die genannten Medien würden die Schicht verletzen, das Design und die Korrosionsschutzfunktion wären endgültig zerstört.
Farbe
Die farbliche Gestaltung beim "Nirolook" ist mehr oder minder auf die Eigenfarbe begrenzt.
Gute Dickschichtpassivierungen haben eine Schichtdicke von >300 nm. Die Farbe der Dickschichtpassivierung allein (ohne auf die Dickschichtpassivierung aufgebrachte Nachtauchlösungen oder TopCoats) ist kräftig rot-grün irisierend.
Mit auf die Dickschichtpassivierung aufgebrachte Nachtauchlösungen oder TopCoats wird die Oberfläche "seidenglänzend", das bedeutet, dass der seidenglänzende metallische Untergrund der Zinkschicht sichtbar wird. Ein leichtes Irisieren der Oberfläche ist auch trotz Nachtauchlösungen oder TopCoats zu bemerken.
2. Kundenspezifische Spezifikation
Verzinkung, Cr-III-haltige Blaupassivierung mit Versiegelung bzw. Cr-III-haltige Dickschicktpassivierung mit/ohne Versiegelung.
Farbton
silber
Schichtdickenbereich
Gestellware: 8 - 20 µm, Trommelware: 8 - 25 µm
Die Mindestschichtdicke darf auf wesentlichen Flächen gem. DIN 50962 nicht unterschritten werden. Für Teile >300 mm (Langbauteile) gilt für die äußeren 30 mm (gemessen von der Stirnseite des Teiles): Schichtdicke = max. 40 µm.
Die Messpunkte müssen mindestens 2 mm von den Werkstückkanten entfernt sein - Funktionsmaße dürfen durch die höhere Schichtdicke nicht beeinträchtigt sein.
Schichtdickenmessung (zugelassene Messprinzipien)
- Magnetverfahren DIN EN ISO 2178
- Röntgenfluoreszensverfahren DIN EN ISO 3497
- Mikroskopisches Verfahren DIN EN ISO 1463
Beständigkeit gegen Salzsprühnebel (Salzsprühnebeltest nach DIN 50021SS)
Mindestbeständigkeit bis zum Auftreten von Weißrost: Gestellware 168 h, Trommelware 96 h.
Mindestbeständigkeit bis zum Auftreten von Rotrost: Gestellware 480 h, Trommelware 480 h.
Beständigkeit gegen Kondenswasserbeanspruchung (Kesternich-Test nach DIN 50018 - KFW 2,OS)
Mindestbeständigkeit bis zum Auftreten von Rotrost: Gestell-/Trommelware 3 Zyklen.
Bemerkung
Vor dem Transport ist grundsätzlich eine Trocken-/Aushärtezeit von 48 h bei Raumtemperatur einzuhalten. Maßgeblich ist das Erreichen der vorgegebenen Korrosionsbeständigkeit. Die Schichtdicke auf den Teilen bewegt sich in den angegebenen Grenzen (siehe Schichtdickenbereich). Je nach Bauteil muss eine höhere Schichtdicke (innerhalb der vorgegebenen Grenzen) aufgebracht werden.

